10.06.2022
Raus aus der Tabuzone
Anlässlich der diesjährigen Welt-Kontinenz-Woche veranstaltet das Moselzentrum für Kontinenz (MZK) am Mittwoch, 22. Juni 2022, einen Aktionstag zu den Themen Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Blasenfunktionsstörungen. In Vorträgen und an Informationsständen informieren Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Aspekten des unfreiwilligen und oft folgenreichen Harn- oder Stuhlverlusts.
Mehrere Millionen Menschen sind hierzulande von einer Stuhl- oder Harninkontinenz betroffen oder haben mit Blasenfunktionsstörungen zu kämpfen. Was viele Patienten um den Schlaf bringt, führt bei nicht wenigen dazu, dass sie sich im Alltag weitgehend zurückziehen und schlimmstenfalls sozial isolieren. Dass das Thema Kontinenz nach wie vor tabubehaftet ist, macht die Sache für die Betroffenen nicht einfacher, wissen die im Moselzentrum für Kontinenz (MZK) kooperierenden Expertinnen und Experten aus dem Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Brüderkrankenhaus Trier.
Anlässlich der diesjährigen Welt-Kontinenz-Woche vom 21. bis 27. Juni richtet das MZK am Mittwoch, 22. Juni, wieder einen Aktionstag aus, der sich an Betroffene und deren Angehörige sowie alle interessierten Menschen richtet und das schambehaftete Thema weiter aus der Tabuzone führen soll. In Kurzvorträgen wird auf verschiedene Aspekte eingegangen. So widmet sich Dr. med. Silvia Salm, Oberärztin der Abteilung für Urologie und Kinderurologie im Brüderkrankenhaus Trier und Leiterin des MZK dem Thema „Überaktive Blase und Harninkontinenz beim Mann“. Mit Inkontinenz und Senkungsbeschwerden bei der Frau befasst sich Dr. med. Nadine Spieles, Fachärztin in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Mutterhaus Mitte. Zur Stuhlinkontinenz spricht schließlich Dr. med. Peter Werle, Proktologe und Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Brüderkrankenhauses.
Außerdem werden die Physiotherapeutinnen Carmen Weins (Brüderkrankenhaus) und Daniela Kisgen (Mutterhaus) an einem Infostand über physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten, etwa zur Stärkung des Beckenbodens, berichten. Informationsstände zu modernen Operationsverfahren sowie zu Inkontinenzprodukten und Hilfsmitteln sind ebenfalls vor Ort.
Der Aktionstag im Albertus-Magnus-Saal des
Brüderkrankenhauses am 22. Juni beginnt um 16 Uhr und dauert bis 18 Uhr. Für
den Besuch der Veranstaltung gilt die 3G-Regelung, zudem muss eine FFP2-Maske
getragen werden.


